The Exploding Boy sind eine schwedische Post-Punk-Band aus Stockholm, die sich nach einem Lied von The Cure benannt haben, der B-Seite von „In Between Days“ (1985). Wer schon einmal bei einem meiner GothDiscoInfernos im Chat dabei war, weiß bereits, dass ich ein Faible für schwedische Bands habe und The Exploding Boy gehören definitiv zu meinen Favotiten. In ihrer Musik vereinen sie alles, was das Genre ausmacht: Synthie-Teppiche, Gitarrenwände, schöne Gitarrenriffs und eine sehr angenehme Stimme. Das hören wir auch auf ihrem dritten Album „The Black Album“ aus dem Jahr 2011.
Es beginnt mit dem Synthie-dominierten „Human“, bevor bei „I Am Truth“, „Torn“ und „Dark City“ die Gitarren rausgeholt werden. Beim wieder ruhigeren „Loneliness“ hören wir eine Akustikgitarre als dominantes Instrument. Das flotte „Sweet Little Lies“ bringt dann wieder die richtige Mischung aus Keyboards und Gitarren, genau wie „Talking Back“, dass jedoch ein reduziertes Tempo und Akustikgitarre mitbringt. „Get Out Of My Head“ ist im Intro noch reduzierter auf Akustikgitarre und Synth-Streicher, bevor ein wummernder Bass, düstere Gitarren und ein Synth-Piano übernehmen. „Here Comes The Rain“ ist eines der typischen TEB-Lieder, straight und vielfältig arrangiert mit einer fast New Order-mäßigen Gitarre – oder ist es der Bass? Den Abschluss bildet „The Man“, bei dem nochmal die Gitarrenwall herausgeholt wird. Die Strophen sind musikalisch auf Bass und Schlagzeug reduziert, der Refrain bricht dann richtig los.
Die Lieder auf „The Black Album“ sind eingängig, melancholisch und schaffen es, die Vorbilder wie The Cure, Joy Division oder Echo And The Bunnymen nur anzukratzen, ohne sie vollends zu übernehmen. Besonders die Stimme von Johan Sjöblom hat in meinen Ohren eine starke Eigenständigkeit und einen hohen Wiedererkennungswert. Er veröffentlicht mittlerweile unter dem Namen SJÖBLOM, das letzte Lebenszeichen von The Exploding Boy stammt allerdings auch erst aus März 2026, die Single „Go Surrender“ ist allerdings nur ein Outtake des zweiten Albums „Afterglow“, ich hoffe dennoch, dass wir von ihnen in Zukunft noch mehr hören werden. Immerhin spielen sie in diesem Jahr einige Konzerte, u. a. am 25.07.2026 beim Amphi Festival.
Ich empfehle auch das Vorgängeralbum „Afterglow“, das noch ein wenig stärker ist, jedoch kann auch mit „The Black Album“ gut in die Welt von The Exploding Boy eingetaucht werden.
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