Heute stelle ich zum dritten Mal eine (Maxi-)Single von Xmal Deutschland vor. Nach der ersten und der letzten Singleveröffentlichung ist nun die erste Single aus dem dritten Album „Viva“ an der Reihe: „Matador“.
Wie der Titel schon andeutet, thematisiert „Matador“ Stierkämpfe auf eine für mich sehr ambivalente Art und Weise. Einerseits geht es um den Triumph und den Ruhm des Matador, um die feierliche Spannung und gleichzeitig wird auch die blutige Grausamkeit dieser Tradition aufgegriffen. Der Text besteht aus deutschen, englischen und spanischen Fragmenten. Musikalisch sind Xmal Deutschland mit dem Album „Viva“ reifer geworden und „Matador“ ist dabei nochmal gesteigert durch die Produktion von Hugh Cornwell, dem Sänger und Gitarristen von The Stranglers. Der Song setzt auf eine dichte, treibende Rhythmussektion, eingängige Gitarrenriffs und einen markanten Basslauf, so wie wir es von früheren Liedern auch gewohnt sind. Cornwell hat „Matador“ allerdings dazu noch eine glattere Produktion verpasst, die es dynamischer und eingängiger macht. So ist das Schlagzeug z. B. im geraden 4/4-Takt auf Bass- und Snare-Drum mit Hi-Hat ausgerichtet, Toms kommen kaum zum Einsatz. Das Ergebnis ist sehr gut tanzbar und hat seine Wirkung in den Clubs nicht verfehlt. Zudem ist Xmal Deutschland mit „Matador“ der einige Einstieg in die UK Charts gelungen, allerdings nur auf Platz 92.
In meiner Sammlung habe ich die Single als reguläre Ausgabe und als Promo-Copy sowie die Maxi-Single. Die B-Seite ist jeweils der Song „Paho“, für mich einer der besten Gothic-Rock-Songs ever, der musikalisch an frühe The Mission erinnert und leider auf keinem Album erhältlich ist. Auf der Maxi-Single ist noch „4“ vertreten, ein wunderschönes, ruhiges und morbides Stück, das es immerhin auf die CD-Version vom Album „Viva“ geschafft hat.
Die Maxi enthält das 8-seitige Booklet „Worte“ mit den Texten von „Jahr um Jahr“, „Autumn“, „Polarlicht“, „Matador“, „Paho“ und „4“ sowie mit Zeichnungen von Anja Huwe.

Darüber hinaus gibt es noch eine 12″-Version mit „Matador“ im „Blood & Sand“-Mix von Gavin MacKillop und den anderen beiden Songs.
Auf dem Album „Viva“ könnt ihr euch bei folgenden Streamingdiensten zumindest die Album-Version von „Matador“ und „4“ anhören, die Extended Version von „Matador“ und „Paho“ habe ich leider nirgendwo gefunden (nur bei *hust* YouTube).
