Liebhaber:Innen des klassischen Gothic Rock werden beim Debütalbum „Raynham Hall“ von Sweet Ermengarde aus dem Jahr 2013 auf ihre Kosten kommen. Die Band aus Bochum nannte sich nach einer Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft und der Albumtitel referenziert auf ein Landhaus im Englischen Norfolk, das als Spukhaus bekannt ist. Mehr Gothic geht fast nicht.
In meinem alten Weblog habe ich das Album schon 2014 vorgestellt, damals habe ich wöchentlich über Musik geschrieben, die unter Creative Commons lizensiert ist. „Raynham Hall“ hat mir so gut gefallen, dass ich mir damals die CD bei Bandcamp gekauft habe. Musikalisch orientieren sich Sweet Ermengarde an großen Vorbildern wie Fields Of The Nephilim oder The Mission. Allerdings brachte der damalige Sänger Kuba Achtelik eine hohe Eigenständigkeit mit. Seine Stimme klingt zwar dunkel und tief, imitiert jedoch nicht. Leider hat er die Band nach dem Album verlassen.
Die meisten Songs auf dem Album stammen aus der Feder vom Bassisten Lars Kappeler, der bereits als Gitarrist bei Atomic Neon tätig war und mittlerweile auch bei den britischen Gothic Rockern von NFD für die tiefen Töne zuständig ist und bei der internationalen Gothic Band October Burns Black Gitarre spielt.
Nach „Raynham Hall“ sind noch zwei weitere Alben erschienen, „Ex Oblivione“ mit dem Sänger Daniel Schweigler (2016) und „Sacrifice“ mit Drew Freeman am Mikrofon (2024). Diese sind ebenfalls bei Bandcamp erhältlich.
