Das Album, welches ich heute vorstelle, dürfte den treuen Zuhörenden vom GothDiscoInferno bekannt sein, ansonsten hat es leider wenig Aufmerksamkeit erlangt. Die Rede ist von „Antarctica“, dem zweiten Album der Hamburger Musikerin Laura Müller alias Undinyx. Laura ist außerdem Sängerin und Gitarristin der von mir sehr geschätzten Band Grundeis. Während sie dort düsteren Post-Punk mit Shoegaze-Anklängen macht, geht ihr Soloprojekt in Richtung Dark-Wave und Ethereal. In meiner Sammlung habe ich „Antarctica“ als Musikkassette, die ich nach einem Konzert am 26.11.2024 direkt bei Laura am Merch-Stand gekauft habe, ein Bandcamp-Downloadcode war auch dabei. Über das Konzert habe ich hier schon berichtet.
Undinyx schafft auf „Antarctica“ eine düstere, atmosphärische Klangwelt, in der Keyboards und Synthesizer die Herrschaft übernehmen, unterstützt von spärlichen Gitarren-Parts. Der Gesang ist verhallt und klagend, trägt damit in Verbindung mit den ebenfalls düsteren Texten zu der mystischen Stimmung des Albums bei. Ich kann gar keinen Song hervorheben, „Antartica“ ist gut in einem Stück zu hören.

Die Kassette ist auf 50 Exemplare limitiert und somit bereits ausverkauft, bei Bandcamp gibt es allerdings „Antarctica“ als digitales Album:
Laura ist bei ihrem Solo-Projekt nicht nur für Komposition, Interpretation und Recording selbst verantwortlich, sondern kümmert sich auch um das Artwork. Nur beim Mastering ihrer Songs läßt sie sich von Denis Wanic (Suir) unterstützen.
Das Debütalbum von Undinyx war übrigens selbstbetitelt und ist ebenfalls über Bandcamp erhältlich. Mittlerweile hat Laura Müller ein weiteres Soloprojekt gestartet. Mit Kobalin hat sie bisher den Song „Tief Fallen“ veröffentlicht, der in Richtung „Neue Neue Deutsche Welle“ geht, also flotten Post-Punk mit deutschen Texten.
