Zuletzt wurden Videoaufnahmen aus dem zur Tönnies-Gruppe gehörenden Schlachthof in Kellinghusen (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) veröffentlicht, die Tierrechtsaktivisti von ARIWA dort heimlich aufgenommen haben. Vor diesem Schlachthof habe ich 2020 an einer Mahnwache teilgenommen. Was mir davon noch am deutlichsten im Gedächtnis blieb ist, dass einige Fahrer an diesem Samstag ihre Söhne mitgenommen hatten, die mithelfen durften, die Schweine mit Paddeln von den Transportern in den Tod zu treiben. Was in dem Schlachthof passierte, konnten wir von außen nur hören, was schon schlimm genug war. Heimliche Aufnahmen sollen künftig nicht die einzige Dokumentation der Zustände sein, denn der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat heute, am 04.11.2026, einem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Einführung einer verpflichtenden Videoüberwachung in größeren Schlachthöfen zugestimmt.
Der Bundestag schreibt in einer Mitteilung dazu:
Der beschlossene Gesetzentwurf sieht Änderungen im Tierschutzgesetz vor, wonach Betreiber von Schlachthöfen den Schlachtprozess künftig von der Entladung bis zum Zurichten oder Brühen beziehungsweise Aufhängen der Tiere mit offen sichtbaren Kameras aufzeichnen müssen. Die Aufnahmen sollen 30 Tage lang gespeichert werden. Auf diese Weise sollen Behörden laut Entwurf die Einhaltung von Tierschutzvorschriften besser überwachen können. Ausgenommen von dieser Pflicht sind demnach zum einen die Schlachtung von Kaltblütern, zum anderen kleinere Betriebe, die keinen Tierschutzbeauftragten benennen müssen. Das betrifft laut den Angaben Betriebe mit jährlich weniger als 1.000 Großvieheinheiten an Säugetieren oder 150.000 Stück Geflügel beziehungsweise Kaninchen. In Verdachtsfällen können allerdings auch kleinere Betriebe zur Videoaufnahme verpflichtet werden.
Diese Aufnahmen werden sicherlich nicht veröffentlicht und dienen somit nur zur soradischen Kontrolle der Betriebe. Ich finde es dagegen wichtig, dass Aufnahmen aus Schlachthäusern der Verbrauchern gezeigt werden, damit diese ihren Konsum ändern können. Wie sagte Paul McCartney:
Wenn alle Schlachthäuser Wände aus Glas hätten – wer würde wohl noch Fleisch essen?
In diesem Sinne: Go vegan!
Bauhaus ist eine Band, kein Baumarkt.
VeGaN GoTH (er/ihm, he/him). Hoffnungsloser Romantiker. Melomane. Gothboyfriend, sapiosexuell by heart. Vergeben an den schönsten Stern im Fediverse. Dies ist mein Blog-Account, mein Hauptaccount: @bauhausmensch
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