Heute hatte ich wieder eine Kassette im Briefkasten. Viele sind erstaunt, dass es heute noch Musikkassetten gibt. Aber ja, viele keine Bands und Labels bringen heute wieder Musik auf diesem Tonträger heraus. So wie das kleine spanische Label Discos Peroquébien im Falle von Plattenbau, einer internationalen Band, die in Berlin beheimatet ist. Es ist ein Re-Release des Debütalbums, das 2016, also vor 10 Jahren, erschien.
Das selbstbetitelte Album wurde 2015 in der Formation Hans Tobias (Gitarre und Gesang), Lewis Lloyd (Bass und Gesang) und Brandon Walsh (Schlagzeug) im Funkhaus in Berlin aufgenommen. Es wurde 2016 im Eigenvertrieb in einer limitierten Auflage von 200 Stück auf Kassette veröffentlicht.
Mit den zehn Tracks liefern Plattenbau Klänge zwischen britischem Post-Punk, amerikanischem No-Wave und Noise-Rock. Alles in der klassischen Instrumentierung Gitarre-Bass-Schlagzeug – nur beim letzten Lied „The Future“ steuert Lewis Lloyd einen Synthesizer bei. Mein Favorit ist „Slow Dance“, das mich besonders im Refrain an Death-Rock von Christian Death erinnert. Allerdings habe ich auf dem Album keinen „Skip“ entdeckt, oder „Vorspulen“, wie wir bei Musikkassetten sagen. 😉
Nach dem Debütalbum erschienen noch drei weitere Album: „Shape/Shifting“ (2022), „Net Prophet“ (2023) und „Cursed“ (2025). Mittlerweile wurde allerdings die Besetzung gewechselt, aktuell besteht Plattenbau aus Lewis Lloyd (Gesang und Synths), Sally Brown (Bass und Gesang), Jesper Munk (Gitarre und Synths) sowie Brandon Walsh (Schlagzeug). So sind sie auch im November und Dezember 2026 live zu erleben.
Den Tipp zu diesem Album erhielt ich übrigens von Herrn Irrtum via Mastodon. Kudos und Grüße gehen raus!
