The Smiths - The World Won't Listen (LP)

„Und immer, wenn wir traurig waren, und traurig waren wir ziemlich oft, gingen wir zu dir nach Hause und da hörten wir die Smiths“ singt Farin Urlaub im Refrain seiner zweiten Solo-Single „Sumisu“ (MusicCloud) aus dem Jahr 2001. Damit hat er auch mein Lebensgefühl der späten Achtzigerjahre sehr schön getroffen. The Smiths waren für mich damals sehr wichtig und ich habe mich in den Texten von Sänger Morrissey wiedergefunden. Mein Einstieg in ihre Musik war 1987 die Kompilation „The World Won’t Listen“, eine Zusammenstellung von Singles und deren B-Seiten, einige der berührensten Songs der Band. Heute bin ich ambivalent, was die Smiths angeht, nachdem Morrissey den Weg zu Xenophobie, Rassimus, Islamophobie und Verschwörungstheorien (Musikexpress) gefunden hat. Es stellt sich mir die ewige Frage, kann und soll man die Kunst vom Künstler trennen?

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Die CD "Stoned & Dethroned" von The Jesus & Mary Chain.

Über die schottische Band The Jesus & Mary Chain muss ich eigentlich nicht viel schreiben, sie gehören zu den Pionieren des Shoegaze, besonders mit ihren ersten beiden Alben „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) und im Grunde bekommt man von den Reid-Brüdern Jim und William immer, was man erwartet: Post-Punk, Noise Pop und Shoegaze mit einer Prise Rock’n’Roll, Surf-Rock und Blues. So auch auf ihrem 1994er Album „Stoned & Dethroned“, ihrem fünften Longplayer.

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Drei Plakate der PRÜF-Demo: Rechts ein Plakat mit einem Fussball und der Unterschift "2000-mal gepfüft", in der Mitte ein Plakat mit eine Rolle Klopapier und der Unterschrift "35-mal geprüft" und linke ein Plakat mit der Aufschrift "Rechtsextreme Partei" und der Unterschrift "0-mal geprüft".

Am letzten Samstag konnte ich in Hamburg am Jungfernstieg meine erste PRÜF-Demo besuchen und es war wunderbar. Das Wetter spielte mit, wir waren 5.000 Menschen (lt. Veranstalter) und es waren alle Generationen vertreten, von Kindern und Jugendlichen bis zu den Omas gegen Rechts. Moderiert wurde die Veranstaltung von Comedienne Ana Lucía, die u. a. auch schon bei FunFacts und in der Anstalt zu sehen war. Sie hat bei allem Humor auch viele interessante Infos gebracht, zum Grundgesetz im Allgemeinen und zum Prüfverfahren im Besonderen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten die Singer-Songwriterin Miss Allie sowie – und darüber habe ich mich besonders gefreut – Jan Plewka & Marco Schmedtje.

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