CD "Insight" von Mayflower Madame, das Cover zeigt eine geöffnete Hand, in der ein Schmetterling sitzt. In der vier Ecken sind jeweils Blüten zu sehen.

Bei der Suche nach Konzertterminen für den Eventkalender bin ich beim Hafenklang auf eine Band gestoßen, die am 03. September 2026 dort auftritt und mit „Dark Wave“ gelabelt ist: Mayflower Madame. Bei Bandcamp habe ich mir das letzte Album der Norweger, „Insight“ (2024) angehört und war nach wenigen Takten des vorgestellten Songs „A Foretold Ecstasy“ bereits so angetan, dass ich spontan die CD bestellt habe.

Mayflower Madame spielen Post-Punk mit Einschlägen von Joy Division, The Sisters Of Mercy und The Cure. Der erste Song „Ocean Of Bitterness“ ist dabei eine Besonderheit, es ist wie das gesamte Album der totgeborenen Tochter des Sängers Trond Fagernes gewidmet: „Into An Ocean Of Bitterness, I’m Gonna Drown Myself For All She Could Have Been“. Sehr bewegend. Und auch der Rest der CD hat einen düsteren Anstrich. Die Hauptzutat ist Melancholie, zubereitet mit Gitarre, Bass (beides von Trond Fsagernes gespielt) und Schlagzeug (Ola J. Kyrkjeeide). Die beiden bilden den Kern von Mayflower Madame, das im Grunde somit ein Duo ist. Garniert wird das Ganze von Kenneth Eknes (Synth) und Rune Øverby (Gitarre bei drei Tracks) als Gastmusiker. Abgeschmeckt äh abgemischt und gemastert wurde das Album vom Italiener Maurizio Baggio, der schon mit The Soft Moon, Holygram und Boy Harsher arbeitete.

„Insight“ ist wunderbar im einem Stück zu hören und bringt romantisch-melancholiche Erinnerungen in neuem Gewand hervor.

Mayflower Madame im Netz:

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